Die bisherige Grabungsgruppe wurde deutlich verkleinert. Da das Landesamt für Denkmalschutz ab diesem Jahr keine eigene Kräfte mehr einstellen konnte, bestand das Team nur noch aus den ehrenamtlichen Helfern des Fördervereins. Regelmäßig waren daher nur noch ein bis drei Kräfte einmal in der Woche tätig. Das führt daher zu einer deutlichen Reduzierung der Kapazität. Die Leitung wird weiterhin Thomas Schlipf vom LAD ausüben, auch wenn er seit dem 1. Mai in den Ruhestand ging.

Die im letzten Jahr festgelegten Areale bestimmten die Aktivitäten in diesem Jahr. Einige Nachuntersuchungen von Grabungen der Vorjahre beseitigte Unklarheiten, brachte aber keine nennenswerte, neue Informationen. Der Schwerpunkt aber war dann die Suche nach der vermuteten, älteren Umfassungsmauer. Eine geophysikalische Untersuchung bildete hierbei die Grundlage für die Bestimmung der zu grabenden Fläche. Aus dem Ergebnis wurde eine Fläche (8) bestimmt, die durch eine Prospektion erkundet wurde.

Diese Fläche brachte dann ein anderes Ergebnis als erhofft. Es wurde nicht die Hofmauer gefunden, sondern ein weiteres Gebäude. Die gefundene Mauer hat eine ähnliche Versturz-Struktur wie das Gebäude M (s. 2011- 2016). Wie dort auch ist hier die Mauer im Verbund umgestürzt, allerdings in nördliche Richtung. Die Länge der umgefallenen Mauer beträgt ca. 11 Meter, sodass von einer tatsächlichen Höhe von ca. 10 Meter ausgegangen werden kann. Ein Konsolenstein (Foto s.u.) wurde am Ende des Versturzes gefunden, der ein deutliches Indiz für ein größeres Gebäude liefert. Dieser Architekturstein ist das obere Ende der Gebäudemauer und auf diesem Stein lag die Dachkonstruktion auf. Die Ausmaße des Gebäudes können nur grob geschätzt werden, aber aufgrund der Bodenstrukturen gehen wir von einem relativ großen Gebäude aus. In 2019 soll die Größe durch weitere Prospektionen festgestellt werden.

 

Lage der untersuchten Fläche (8)                                                                              Ergebnis der Georadar-Untersuchung: sehr diffus, keine

                                                                                                                                    klare Struktur erkennbar

 Georadar Nordmauer Ausschnitt

2018 Umfassungsmauer Georadar Feld 8

                                                                      Konsolenstein

2018 Konsolenstein WP 20190605 12 56 13 Pro

 

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